Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist gesellschaftliche Realität.
In jeder Schulklasse und Kinderbetreuungseinrichtung befinden sich Kinder und Jugendliche, die von Missbrauch betroffen sind oder waren.
Gerade für diese kann die Einrichtung oder der Verein ein Schutzraum sein, Betreuungspersonen sind konstante und berechenbare Bezugspersonen.
Sie sind sehr oft die einzigen vertrauensvollen Ansprechpartner*innen für betroffene Kinder. Auch häusliche Gewalt ist traurige Realität.
Kinder und Jugendliche sind mitbetroffen, wenn im vertrauten Umfeld, unter engsten Bezugspersonen, ein gewaltvoller Umgang herrscht oder sie sogar selbst Adressat der Gewalt sind.
Hierzu zählen psychische Gewalttaten wie Erniedrigung und Kontrolle, physische Gewalt - bei der die körperliche Unversehrtheit angegriffen wird - sowie ökonomische und digitale Gewaltformen in verschiedenster Ausprägung.
Den Beraterinnen der Notruf- und Beratungsstelle bei sexueller/häuslicher Gewalt ist es ein Anliegen Sie zu unterstützen kompetent zu handeln, wenn Sie einen Verdacht haben oder unsicher sind, wie in bestimmten Situationen in der Praxis vorgegangen werden kann. Ebenso möchten sie Ihnen die Gelegenheit geben, sich über das Ausmaß verschiedener Gewaltformen bei Kindern und Jugendlichen auszutauschen und über mögliche Symptome und Hilfsmaßnahmen informieren.
Der Bedarf nach Unterstützungssystemen im Bereich häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Inzwischen erreichen immer mehr Anfragen nach Informationsveranstaltungen für Fachkräfte die Notruf- und Beratungsstelle. Diesen Anfragen können die Beraterinnen nur gerecht werden, indem Informationsveranstaltungen gebündelt werden. Deshalb laden wir alle interessierten Mitarbeitenden an Schulen, sowie Jugendleiter aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu zu unserer Informationsveranstaltung ein
Unter anderem werden an diesem Nachmittag folgende Fragen/Themen besprochen:
Wie sind Verdachtsmomente einzuordnen?
Was ist an diesem „unguten Bauchgefühl“ dran?
Wie kann es überhaupt zu Übergriffen kommen?
Wer sind „die Täter*innen“? Wer sind „die Betroffenen“ von häuslicher/sexualisierter Gewalt?
Wie lässt sich ein möglicherweise von sexueller Gewalt betroffenes Kind erkennen?
Was braucht ein betroffenes Kind, das sich – oft auf sehr subtile Weise – an Sie wendet?
Macht das Sprechen über sexuellen Missbrauch, Schutzkonzepte oder häusliche Gewalt verdächtig?
Besteht Anzeigenpflicht? Wer hilft weiter?
Was tun, wenn Sie vermuten, dass ein Kind in der Familie häusliche oder sexualisierte Gewalt erlebt?
Anmeldungen bis spätestens 10. Oktober 2026 bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises Ostallgäu, Frau Heike Krautloher per Mail oder Telefon: Heike.Krautloher@lra-oal.bayern.de oder Tel. 08341 911-287.
Informationen erhalten Sie auch direkt bei der Notrufstelle bei sexueller Gewalt, Frau Refle und Frau Döllner, Tel. 08341 9080313, der Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt Frau Knorr und Frau Mann, Tel. 08341 9993227 über Mail notrufstelle.kaufbeuren@skf-augsburg.de und www.skf-augsburg.de.